…richtig aufbauen

Unternehmen, die jetzt ihre Nachhaltigkeitskommunikation richtig aufbauen, werden vom Kunden belohnt

Die W&V überschreibt ihren Artikel mit „Wie Nachhaltigkeit der Marke nützt“. Sie stellt damit zurecht den Nutzen nachhaltigen Agierens als solchen nicht in Frage und listet nachfolgend eine ganze Reihe von Vorteilen für Unternehmen auf, die von diesen leider oft noch unterschätzt oder gar nicht gesehen werden.

Auch wir erleben in der täglichen Diskussion mit Kunden und Interessenten, was der Artikel deutlich herausstellt: Es gibt zwar ein wachsendes Bewusstsein dafür, dass die Nachhaltigkeitskommunikation verbessert werden muss; gleichzeitig besteht jedoch eine tiefe Verunsicherung, wie dies geschehen kann, ohne Risiken für das Unternehmen einzugehen.

Dabei geht es immer wieder um einen ganz entscheidenden Punkt: Wer Vertrauen schaffen will, muss authentisch und offen sein – auch und gerade in Bereichen, wo das Unternehmen selbst noch Mängel erkennt. Nachhaltigkeitskommunikation darf nicht mit dem Versuch enden, sich rein zu waschen.

Als Beispiel führt der Autor des Artikels das Unternehmen Neppers an, das definitiv ein Problem mit relativ großen Abfallmengen hat. Dies versucht Neppers auch gar nicht zu leugnen, sondern beschäftigt sich offensiv mit dem Problem, indem es an Recyclingsystemen arbeitet, an Aspekten wie der Energieeffizienz der Maschinen und sogar an der Nachhaltigkeit des Kaffee-Anbaus. So werden Gegenpole geschaffen.

Exakt ein solches Vorgehen empfehlen auch wir stets: Offen mit Problemen umgehen, den Nutzen für den Verbraucher identifizieren und ihn verständlich kommunizieren. Gerade dazu bedarf es in vielen Fällen des Blicks von außen auf das Unternehmen – und einiger Erfahrung in der Nachhaltigkeitskommunikation. Der Lohn dafür ist, wie der Artikel richtig betont, ein erhöhtes und im besten Fall sogar hohes Verbrauchervertrauen, das wiederum die Kundenbindung verbessert und eine optimale Immunisierung gegen mögliche Angriffe aus heiterem Himmel darstellt.

Wer nicht sofort beim Eintreten unangenehmer Zwischenfälle in unbeherrschbares Kreuzfeuer und damit ins Schlingern geraten möchte – erinnert sei an das Kommunikationschaos von BP –, dem kann man nur raten, schnellstmöglich mit dem Aufbau einer professionellen und authentischen Nachhaltigkeitskommunikation zu beginnen.

Und – wie auch der Autor richtig anmerkt – vielleicht ergibt sich dabei ganz nebenbei noch der ein oder andere Vorteil, weil durch die Beschäftigung mit dem Thema Optimierungspotentiale bei Energieeffizienz, Abfallverwertung oder Mitarbeiterbindung entdeckt werden.