Gestern und heute
Nachhaltigkeit: gestern und heute
Ursprünglich stammt der Begriff aus der Forstwirtschaft: Bereits 1560 wurde die Grundidee der Nachhaltigkeit in der kursächsischen Forstordnung formuliert; der Begriff taucht erstmals 1713 in einer Publikation über die „nachhaltende Nutzung“ der Wälder auf.
Nach heutigem Verständnis bezieht sich Nachhaltigkeit grundsätzlich auf drei Bereiche:
• Ökonomie
• Ökologie
• soziale Verantwortung
Die Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens steht jedoch keinesfalls im Gegensatz zum Geschäftszweck oder dem gewinnorientierten Agieren von Unternehmen. Nachhaltigkeit ist kein Selbstzweck. Ganz im Gegenteil: Wer als Unternehmen seiner gesellschaftlichen Verantwortung nachkommt, also nachhaltig arbeitet, erntet nicht nur ideelles Lob und damit einen Wettbewerbsvorteil, sondern er investiert in das dauerhafte Bestehen seiner Firma. Denn Nachhaltigkeit bedeutet, aktuelle Entwicklungen und zukünftige Bedürfnisse des Marktes sowie seiner Zielgruppen stets im Blick zu haben, sich so neue Bereiche zu erschließen und damit sowohl im eigenen als auch im Interesse der Gesellschaft zu handeln.
Berichterstattung: Mehr als nur ökologisch
Die ersten Nachhaltigkeitsberichte konzentrierten sich insbesondere auf den ökologischen Aspekt der Nachhaltigkeit. Daher erstellten in den Anfängen vor allem solche Unternehmen sogenannte Umweltberichte, deren Tätigkeit mit Umweltbelastungen einherging.
In den vergangenen drei Jahrzehnten haben sich die Berichte kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei hat die Einsicht, dass Unternehmen immer auch als Teil der Gesellschaft zu verstehen sind und entsprechende Verantwortung tragen, das Umwelt-Reporting sukzessive um ökonomische und soziale Themen erweitert. Heute spricht man folglich umfassender von Nachhaltigkeitsberichten.
Um die Berichterstattung im Nachhaltigkeitsbereich zu fördern und ihre Bedeutung hervorzuheben, erstellten das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und future e.V. ab 1994 die ersten Rankings für Umweltberichte. Seit 2005 gilt die Bewertung Nachhaltigkeitsberichten.